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Mobile Usability als Erfolgsfaktor: Wie „mobile-friendly“ ist Ihr Online-Shop?

Mobile Usability als Erfolgsfaktor: Wie „mobile-friendly“ ist Ihr Online-Shop?:

18 Dezember, 2015
Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets ist ein wichtiger Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor in dem stark umkämpften E-Commerce-Markt. Doch in vielen Webshops schlummert immer noch reichlich Potenzial, wenn es um dieses Thema geht. Folgend eine Guideline, wie die Usability von mobilen Webshops und Apps verbessert werden kann und welche Fehler dabei vermieden werden sollten.   Die Zahlen sprechen für sich: Über 25 Millionen Deutsche gehen täglich mit mobilen Endgeräten ins Internet. Experten schätzen, dass mindestens 40 Prozent aller Zugriffe auf Online-Shops inzwischen über Smartphones oder Tablets erfolgen – und die Tendenz ist steigend. Daher kann es sich heutzutage kein Online-Händler mehr leisten, diese Entwicklung zu ignorieren. Durch mobil optimierte Webauftritte punkten Webshops nicht nur bei den Usern, sondern auch bei dem Suchmaschinenriesen Google, der solche Bemühungen mit verbesserter Sichtbarkeit im Netz honoriert. Aber was genau wünscht sich der mobile Shopper hinsichtlich Usability, sprich Nutzerfreundlichkeit? Kriterien für die Usability-Optimierung von mobilen Websites und Anwendungen So unterschiedlich Online-Käufer und ihre Erwartungen hinsichtlich Webshops auch sind, haben diese eine wichtige Gemeinsamkeit: Jeder Internet-Kunde wünscht sich einen transparenten und leicht bedienbaren Webshop, in dem er den Kauf einfach und schnell abschließen kann. Mobiles Shopping findet jedoch, im Gegensatz zum klassischen Online-Shopping via Desktop-PC oder Laptop, unter sehr speziellen Rahmenbedingungen statt. Diese lassen sich in vier Bereiche einordnen: Technische Eigenschaften (kleines Display, Touchscreen), den Nutzungskontext, d. h. wo und wann der User mit dem Smartphone oder Tablet ins Internet geht, sein Surfverhalten (wenig Zeit, geteilte Aufmerksamkeit) sowie die besonderen Features (z. B. automatische Standortermittlung), über die nur Mobilgeräte verfügen. Technische Eigenschaften: Das Display der Mobilgeräte ist viel kleiner als am Desktop-PC oder Laptop, die Navigation erfolgt per Touchscreen und die Internetverbindung ist unterwegs häufig langsamer. Wer dies nicht berücksichtigt, schreckt mobile Käufer mit zu großen Bildern, langen Texten, unlesbarer Schriftgröße und langsamen Ladezeiten ab. Schlecht skalierte Grafiken, zu viele Plug-Ins oder aufwendige Flash Animationen sind ein No-Go. Die Herausforderung besteht darin, die mobilen Webinhalte auf das Nötigste zu reduzieren und dabei den Webshop optisch ansprechend und informativ zu gestalten. Empfehlenswert ist hier der Einsatz der Webdesign-Technik ‚Responsive Design’. Diese folgt dem Nutzer und passt Funktion, Design und Inhalt von Internetsites der Bildschirmauflösung des verwendeten Endgerätes an. Nutzungskontext: Mobile Shops werden meist in hektischen Alltagssituationen oder unter schlechten Lichtverhältnissen besucht. Ob blendende Sonne im Straßenverkehr oder tiefe Dunkelheit in der U-Bahn: Die verschiedenen Kontrastverhältnisse müssen bei der Programmierung beachtet werden. Um die geteilte Aufmerksamkeit des mobilen Nutzers zu lenken sind ein präsentes, kontrastreiches Design und dominante Inhalte, die ins Auge stechen, immer das Richtige. Kaufanreize: Da mobile Shopper meist unterwegs und in Eile sind, fällt die Dauer ihrer Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe wesentlich kleiner aus. Deswegen benötigen sie kurze, starke und direkte Kaufimpulse. Diese können durch direkte Handlungsaufforderungen („Jetzt anfordern!“) oder über Sonderaktionen („Jetzt 50% billiger kaufen!“), die prominent auf der mobilen Website angezeigt werden, ausgelöst werden. Solche Call2Action-Elemente müssen aber nicht nur auffallen, sondern auch fingerfreundlich sein. Mobile „Extras“: Mobilgeräte bieten viele Features, die von einer mobilen Shopversion oder App sinnvoll genutzt werden sollten. Es ist zwar meist mit zusätzlichem Programmieraufwand verbunden, aber die Mühe zahlt sich aus: So ist es empfehlenswert, wenn die App die Möglichkeit der automatischen Lagebestimmung des iPhones verwendet und dem User die Wahl lässt, ob er das Gerät hochkant oder quer halten möchte – Bildschirminhalte werden dementsprechend automatisch ausgerichtet. Zudem sollten diverse Multi-Touch-Gesten wie doppeltes Antippen („Double-Tap“) oder Vergrößern/Verkleinern mit zwei Fingern („Pinching“) genauso für das Bedienkonzept der App in Betracht gezogen werden wie die Möglichkeit, die Kamerafunktion innerhalb der App zu nutzen. Auch die Tatsache, dass heutige Mobilgeräte nahezu permanent online sind und automatisch den Standort des Nutzers ermitteln können, sollte bei der App-Gestaltung berücksichtigt werden, sodass diese Funktion auch für die lokale Suche und Geomarketing verwendet werden kann. Durch die sinnvolle Nutzung und Kombination der gerätespezifischen Funktionalitäten kann sich die App vom gewöhnlichen Webangebot abheben und dem Nutzer exklusive Vorteile bieten. Fünf typische Fehler bei der Programmierung von mobilen Webshops Im Kontext der Mobile-Usability gibt es neben den oben genannten Punkten eine Reihe von speziellen Fehlern, die zum Kaufabbruch führen. Diese passieren insbesondere, wenn die Online-Shops nicht bewusst mobil optimiert wurden und sich stark an der Desktop-Variante orientieren. 1) Nicht zu Ende gedachte Zurück-Knopf-Konzepte: Wenn sich der User vertippt und, virtuell gesehen, einen Schritt zurückgehen möchte, klickt er gern auf den „Back“ Button. Wenn dieser aber auf der mobilen Shop-Version nicht richtig funktioniert oder gar komplett fehlt, führt das dazu, dass der Shopper nicht richtig navigieren kann. 2) Zu kleine Text-Links: Textlinks verlinken ein Wort oder eine Textpassage einer Website mit einer Unterseite oder einer Website einer anderen Domäne. Auf einer Desktop-Variante sind diese mit der Mouse bzw. dem Cursor gut zu erreichen. Auf Mobilgeräten führt das allerdings fast immer zum frustrierenden Vertippen. 3) Lange Formulare mit unnötigen Fragen: In der mobilen Welt muss alles schnell gehen – das gilt besonders für den Online-Bestellprozess. Üblicherweise ist die Absprungsrate auf Seiten, auf denen ein langes Formular auszufüllen ist, besonders hoch. Auf Fragen, die für die Realisierung der Bestellung nicht zwingend notwendig sind (z. B. Alter, Telefonnummer), gilt es zu verzichten. 4) Pop-ups: Häufig wird von Shopbetreibern vergessen, dass Pop-ups in vielen mobilen Browsern nicht unterstützt und stattdessen unberechenbare, fehlerhafte Abwandlungen auf den mobilen Geräten dargestellt werden. Eine hohe Absprungsrate ist damit garantiert. 5) Redirect auf die Desktop-Variante im Zahlprozess: Die meisten Webshops bieten über ihre Desktop-Variante Bezahlung über verschiedene Payment-Anbieter, z. B. PayPal an. Damit diese Funktion auch in der mobilen Version von den Usern einwandfrei genutzt werden kann, muss diese bei der Programmierung gesondert berücksichtigt werden. Leider machen sich viele Shop-Betreiber diese Aufgabe leicht und integrieren in den mobilen Checkout-Prozess – damit ist die virtuelle Kasse im Online-Bestellprozess gemeint – einen Redirect, d. h. eine Weiterleitung auf die Desktop-Variante. Das führt dazu, dass die gesamte Site zerschossen und der Kauf abgebrochen wird. Schlusswort: Der Teufel steckt im Detail – dieses Sprichwort trifft auch auf die Usability-Optimierung von mobilen Webshops und Apps zu. Denn damit diese richtig funktionieren und den Ansprüchen der mobilen Shopper genügen, muss auf Einzelheiten geachtet werden. Bei der derzeitigen Entwicklung des Marktes und dem rasanten Wachstum des E-Commerce ist es eher früher als später für Shopbetreiber unverzichtbar, ihre Shops mobil zu gestalten. Zurück zum Online Marketing Ratgeber